Erklärung zum Heimatrecht 2020

75 Jahre nach der Vertreibung von 16 Millionen Deutschen aus ihren seit Jahrhunderten besiedelten Heimatgebieten, 70 Jahre nach der Verkündung der „Charta der Heimatvertriebenen“ und 60 Jahre nach der Deklaration zur Charta bekennen wir heute, dass keine Regierung und keine Organisation das Recht hat auf den völkerrechtlichen Anspruch auf diese Gebiet zu verzichten.

Das Recht, aus der Heimat nicht vertrieben zu werden, ist ein fundamentales Menschenrecht und auch im Völkerrecht festgeschrieben.

Eine Beseitigung der Unrechtsfolgen aus der Vertreibung hat nicht stattgefunden. Das Unrecht besteht fort indem der Verzicht auf die Gebiete deklariert oder verbrecherische Befehle (z.B. Benes-Dekrete) anerkannt werden.

Umso beschämender ist das heutige Verhalten der Vertriebenenverbände, das mit dem kläglichen Versagen der Konservativen in allen Lebensbereichen einhergeht. Um des Preises weiterer staatlicher Fördergelder sind sie bereit auf Rechtsansprüche zu verzichten. Die Verbände sind parteipolitisch vereinnahmt worden. Erklärungen von Politikern ist nicht mehr zu trauen. Die Verbände werden nur noch wie unpolitische Folklorevereinigungen geführt. Offenbar setzen die Politiker und Verbandsvorstände auf das Aussterben der Vertriebenen und hoffen, daß sich damit deren Ansprüche von selbst erledigen. Dem ist nicht so! Das Recht auf Heimat ist die Sache des ganzen deutschen Volkes. Es ist eine Grundfrage der politischen Glaubwürdigkeit. Und es ist Völkerrecht.

Wir fordern und fördern:

  • Bewahrung des kulturellen Erbes der Vertreibungsgebiete und Identitätswahrung der Deutschen in den Heimatgebieten durch Herstellung einer autonomen Selbstverwaltung
  • Gezielte Hilfen aller Art für die in den Heimatgebieten lebenden Deutschen
  • Verbreitung der geschichtlichen Wahrheit über die Vertreibung der Deutschen als völkerrechtswidriges Verbrechen
  • Wiederherstellung des Bewußtseins für die Heimatgebiete in Erziehung und Unterricht
  • Versöhnung und Zusammenarbeit mit den Vertreiberländern auf der Basis des Völkerrechtes und der geschichtlichen Wahrheit
  • Wiederherstellung der Würde der Opfer der Vertreibung durch Einführung eines Gedenktages und der Errichtung von Gedenkstätten für alle zivilen Opfer.

Das Heimatrecht wird heute durch neue Entwicklungen bedroht:

  • Die Entwurzelung der Menschen aus Gründen wirtschaftlicher Interessen und die daraus herrührenden Kriege und Unruhen
  • Die Verstädterung der Menschen
  • Die Veränderung des Lebensbedingungen durch eine Masseneinwanderung, die zu einer Veränderung und Verdrängung aus der angestammten Heimat führt.

Ein Vergleich der heutigen „Flüchtlingsbewegung“ mit der Vertreibung von 1945 verbietet sich, da heute hauptsächlich wirtschaftliche und egoistische Gründe für eine Flucht vorliegen und eine Rückkehr selbst dann nicht stattfindet, wenn sie möglich wäre. Deshalb sind heute wie damals die Verantwortlichen für die Fluchtbewegungen zu benennen und anzuklagen.

Friedland, den 29. August 2020