Aktuelles

So war der 29. August in Friedland

70 Jahre nach der Verkündung der Charta der Heimatvertriebenen und
60 Jahre nach der Deklaration zur Charta wurde am 29. August 2020 vor dem
Heimkehrerdenkmal oberhalb von Friedland das Recht auf Heimat erneut
bekräftigt. Weder die BRD-Regierung noch die offiziellen Landsmannschaften
der Heimatvertriebenen in der BRD haben ein Recht auf Verzichtserklärungen.
Das Völkerrecht ist geschaffen worden, um den Besiegten vor der Willkür der
Sieger zu schützen. Es verpflichtet die Regierungen sich für die Opfer des
eigenen Volkes einzusetzen. Eine Regierung, die Ihre Obhutspflicht gegenüber
den Opfern des eigenen Volkes nicht erfüllt, verstößt gegen geltendes
Völkerrecht. Dies ist für die Regierung der BRD festzustellen.

Der Landrat von Göttingen hatte versucht, die Versammlung per Auflage auf
einen 200 m entfernten Parkplatz zu verbannen. Durch Eilantrag an das
Verwaltungsgericht Göttingen wurde diese Auflage abgewehrt. Die
Versammlung hatte einen direkten Bezug zum Heimkehrerdenkmal. Zudem
rechtfertigte die Gefahrenprognose der Polizei keine Verlegung auf einen
anderen Platz. Auch der Versuch des Landrates, seine rechtswidrige Auflage
beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg durchzusetzen, scheiterte am Vorabend der Versammlung. Erstritten wurden die juristischen Siege durch den raschen und kompetenten Einsatz des Saarbrückener Rechtsanwaltes Peter Richter.

So stand der Kundgebung des Heimatrechts „Aufbruch Heimat 2020“
am 28. August auf dem Hagenberg nichts mehr entgegen.
Pünktlich um 13 Uhr eröffnete der Vorsitzende der Rußlanddeutschen
Konservativen, Johann Thießen, die Versammlung. Zur Einstimmung erklang die Hymne „Deutschland, heiliges Wort“. Danach erläuterte Johann Thießen den Zweck der Versammlung, das Heimatrecht auch nach dem Ableben der
Generation der Vertriebenen zu bekräftigen.
Roland Wuttke, Vorsitzender des Vereins „Aufbruch Heimat“, erläuterte die
völkerrechtliche Situation, nach Prof. Alfred de Zaya, demnach der Anspruch
auf alle durch Krieg geraubte Gebiete unverändert fortbestehe.
Der Hauptredner der Veranstaltung, Oberstleutnant a.D. Alfred E. Zips, selbst
als Kind der Erlebnisgeneration angehörend, berichtete in bewegenden Worten von der unmenschlichen Vertreibung seiner Familie aus dem Sudetenland.
Die Opfer der Vertreibung sind für Alfred E. Zips eine dauernde Mahnung und
Verpflichtung für die Einheit des Landes in den Grenzen einzustehen, die seit
Jahrhunderten Bestand hatten. Anschließen verlaß Vitalij Killer die herzergreifende Geschichte „Heute wurde
meine Tante zu Grabe getragen“. Es beschreibt das Leben einer jungen
Deutschen, die nach der „Befreiung“ von einem sowjetischen Offizier
wochenlag vergewaltigt wurde, und danach kinderlos und ohne je verheiratet
zu sein ein schweigsames und bescheidenes Leben bis ins hohe Alter führte.
Über ihr Kindheitstrauma hatte sie nie ein Wort verloren.
Johann Thießen, der die Moderation der Versammlung hatte, verwies auf das
ähnliche Schicksal hunderttausender Frauen und Mädchen nach dem
Einmarsch der Roten Armee.
Im Anschluß erklang das Ostpreußenlied „Land der dunklen Wälder“.
Der 28. August ist der Jahrestag der Deportationen der Deutschen in der
UDSSR. Johann Thießen erläuterte die einzelnen Deportationen, die schon im
1. Weltkrieg begannen und später die Deutschen von der Wolga und vom
Dnjepr betraf, wo unter Stalin innerhalb von 24 Stunden 100.000 Menschen
vertrieben wurden.
Lydia Walz verlas das Gedicht „Warum, wofür?“ von Leo Maier, das den
Leidensweg der Deutschen in Rußland beschreibt. Im Anschluß erklang das Lied „Mein Vaterhaus an der Wolga“.
Der AfD-Politiker Carsten Härrle verwies in seiner kurzen Ansprache auf die
Unterschiede der Vertreibung von gestern und heute. Wo nach dem
2. Weltkrieg viele noch Jahre Not und Elend herrschten, könne dies mit den
heutigen „Flüchtlingen“ zu keinem Vergleich taugen.
Mit den Klängen aus dem 2. Satz der 7. Symphonie von Ludwig van Beethoven
verlas Johann Thießen die Opferzahlen aus den einzelnen Ostgebieten des
Reiches und den Siedlungsgebieten im Osten:
– Wir gedenken an die wehr- und waffenlosen Opfer des Deutschen Volkes in Trauer und Liebe; Ihr Leiden und Sterben ruft laut in das Schweigen der Welt – 12.000.000 Toten;
– wir gedenken der Deutschen aus Ostpreußen: 295.000 Tote, über 2 Mill. Vertriebene;
– wir gedenken der Deutschen aus Westpreußen und Posen: 117.00 Tote, 619.000 Vertriebene;
– wir gedenken der Deutschen aus Pommern: 330.000 Tote, 1.432.000 Vertriebene;
– wir gedenken der Deutschen aus Ostbrandenburg: 174.000 Tote, 424.000 Vertriebene;
– wir gedenken der Deutschen aus Schlesien und Oberlausitz: 435.000 Tote, 3.000.000 Vertriebene;
– wir gedenken der Deutschen aus dem Sudetenland Böhmen und Mähren: 273.000 Tote, 3.000.000
Vertriebene;
– wir gedenken der versenkten Flüchtlingsschiffe: 40.000 Tote;
– wir gedenken der Deutschen in der UdSSR: 400.000 Tote, 800.000 Vertriebene;
– wir gedenken der Deutschen aus den Siedlungsgebieten im Osten Europas: 200.000 Tote, 1.000.000
Vertriebene.
In der Schweigeminute wurde von den Versammelten ein Kranz zu den
Inschriften-Tafeln des Heimkehrerdenkmals gebracht und dort niedergelegt.

Im Anschluß wurde das Grußwort der Vorsitzenden vom Schutzbund für das
deutsche Volk“ (SDV e.V.) verlesen.
Roland Wuttke hatte dann die Aufgabe, die Erklärung zum Heimatrecht 2020
zu verlesen und vor dem Völkern der Welt den immerwährenden Anspruch der
Deutschen auf die Unteilbarkeit der Heimat zu erklären. Dies geschah nach
dem Verlesen der „Charta der Heimatvertriebenen“ von 1950 und der
„Deklaration zur Charta“ von 1960. Eingeleitet mit dem Zitat von Karl Jaspers
„Friede ist nur durch Freiheit, Freiheit nur durch Wahrheit möglich“ verwies er
auf das Ur-Verbrechen des 20. Jahrhunderts, den Unrechts-Diktaten von
Versailles und Trianon, mit denen bewußt eine Unrechtsordnung unter
Mißachtung des Selbstbestimmungsrechts geschaffen wurde, um den Krieg
gegen das Reich in der Mitte Europas fortsetzen zu können.
„Wir erklären hier und heute den immerwährenden Anspruch des gesamten deutschen Volkes auf seine rechtsgültigen Grenzen, wie sie vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges bestanden.“
Die großen Vertriebenenverbände seien in die Hände bezahlter Funktionäre des BRD-Systems gekommen und würden die Interessen der
Heimatvertriebenen nicht mehr vertreten. Das Heimatrecht sei nun eine Sache der Enkelgeneration und aller Landsmannschaften des deutschen Volkes.
„Trotz allem bekennen wir uns zur Gewaltfreiheit, denn die neue europäische Friedensordnung wird nicht auf neuem Unrecht stehen.“
„Heute begründen wir eine neue europäische Bewegung für Frieden und
Heimatsrecht.“

In seiner Abschlußansprache erklärte Johann Thießen, daß 75 Jahren nach dem 2. Weltkrieg immer noch kein Ende der Unterdrückung der Deutschen
abzusehen ist. Doch man gäbe man die Hoffnung nicht auf. Die Versammlung
stimmte in das Lied von Karl Bröger „Nichts kann uns rauben …“ ein.
Zum Ende der fast 4-stündigen Kundgebung erklang das Lied der Deutschen in allen drei Strophen.
Den Wortlaut der „Erklärung zum Heimatrecht 2020“ finden Sie oben auf dieser Seite.

Einleitende Erklärung:

Das 20. Jahrhundert hat die schlimmsten Menschheitsverbrechen gesehen. Für wirtschaftliche Vorteile wurden Kriege geführt und ausgeweitet. Das Selbstbestimmungsrecht wurde mit den Füßen getreten, viele Millionen Menschen aus ihrer angestammten Heimat vertrieben. Diese Verbrechen verjähren nie und schaffen keine Rechtsgrundlage für die Zukunft.

Das Völkerrecht ist geschaffen worden, um den Besiegten vor der Willkür der Sieger zu schützen. Es verpflichtet die Regierungen sich für die Opfer des eigenen Volkes einzusetzen. Eine Regierung, die Ihre Obhutspflicht gegenüber den Opfern des eigenen Volkes nicht erfüllt, verstößt gegen geltendes Völkerrecht. Dies ist für die Regierung der BRD festzustellen. Die großen Vertriebenenverbände sind in die Hände bezahlter Funktionäre des BRD-Systems gekommen und vertreten die Interessen der Heimatvertriebenen nicht mehr.

Überall, wo eine Regierung die Interessen des Volkes nicht mehr vertritt und die Ordnung des Völkerrechts mißachtet, hat das Volk – auch nach Art. 20, Absatz 4 des Grundgesetzes – das Recht zum Widerstand.

Wir erklären hier und heute den immerwährenden Anspruch des gesamten deutschen Volkes auf seine rechtsgültigen Grenzen, wie sie vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges bestanden.

Davon unabhängig ist die Frage, wie dieser Anspruch verwirklicht werden kann. Die Geschichte lehrt einen immerwährenden Wandel. Was heute als unumstößlich gilt, kann morgen schon gefallen sein. Selbst Polen hat  Jahrhunderte staatlicher Nichtexistenz überstanden. Solange das Volk in seiner Substanz bestandsfähig ist, können alle Ansprüche Wirklichkeit werden.

Daher unterstützen wir den sich abzeichnenden Weg für die Abwehr der Globalisierung und der Rückkehr zu den Nationalstaaten in Europa.
Wir bekennen uns zur Gewaltfreiheit, denn die neue europäische Friedensordnung wird nicht auf Unrecht stehen. Friede und Freiheit muß jedoch die geschichtliche  Wahrheit als unabdingbare Grundlage haben.

Heute begründen wir eine neue europäische Bewegung für Frieden und Heimatsrecht. Da wir den Frieden und die Freiheit wollen lehnen wir die EU und die Nato ab. Das künftige Europa ist blockfrei. Das künftige Europa will keine Fremdbestimmung und keine fremden Soldaten. Das künftige Europa ist das Europa souveräner Vaterländer und der abendländischen Kultur.  Alle europäischen Völker genießen in diesem Rahmen ihre kulturelle Autonomie.